Moin!

Hier entsteht eine Internetseite, die sich kritisch mit der Planung des Radschnellwegs Hamburg – Bad Bramstedt auseinandersetzt und für eine Neuplanung plädiert. Dazu machen wir im Menüpunkt „UNSERE ALTERNATIVE“ (siehe oben) konstruktive Vorschläge. /// Sie befinden sich dort auf einer Baustelle! ///

Unsere Kritik an der sog. „Vorzugsvariante“ in Kurzform:

Wir stören uns an der grotesken Aneinanderreihung von sinnlosen Umwegen, z.T. neben hochbelasteten Fernstraßen:

7,2 km (= 20 Min.) entlang der Schleswig-Holstein-Straße mit 16.000 Kfz/Tag = in der Rushhour alle 2,2 sec ein Fahrzeug mit Tempo 80 km/h = Abgas, Blendung, infernalischer Krach.

5 km entlang der B4 mit 7.600 KfZ/Tag = s.o.

2 km auf der Wilstedter Straße in Henstedt-Ulzburg im Mischverkehr mit 5.300 KfZ/Tag inkl. Busverkehr, Unfallwagen und mit ca. 75(!) privaten Grundstücksausfahrten.

3 x Querung der Hamburger Straße in Henstedt-Ulzburg (14.600 KfZ/Tag).

immer wieder Führung über ohnehin hochbelastete Verkehrsknoten (Unfallgefahr, Zeitverlust, hoher baulicher Aufwand).

das aberwitzige Vorhaben entlang der U1 auf 2,6 – 3,3m Breite einen 4m breiten Radweg zu realisieren = extrem teuer (über 5 Mio. €/km), zahllose Bäume müssen gefällt werden.

Umweganteil zur Luftlinie 20,7% = grottenschlecht.

Baukosten: unfassbare 131 Mio. Euro = 1/8 aller bundesweit zur Verfügung stehender Mittel = kaum Chance auf Realisierung.

Radschnellweg Hamburg Bad Bramstedt Plan (blau) und Alternative (rot)
Während sich die blaue „Vorzugsvariante“ erheblich von der schwarzen Luftlinie entfernt, ist der RSW-Nord (rot) um ca. 10% kürzer. Die Differenz der unterschiedlichen Startpunkte beträgt 1,78 km und wurde berücksichtigt.

Unser Ziel: 10% kürzer, 50% billiger, 80% grüner, 100% attraktiver.

Wir: eine kleine Gruppe von Radaktivisten im Umfeld des adfc-Henstedt-Ulzburg

Link zu den Planungsunterlagen:
https://metropolregion.hamburg.de Planungsunterlagen

(Unsere Kritik richtet sich ausdrücklich nicht gegen das Planungsbüro PGV, das lediglich fein(!) säuberlich dokumentiert hat was die Politik bislang beschlossen hat.)

Mehr Info finden Sie am Ende der Seite „WARUM RSW-NORD?

  1. Eine detailliertere Kritik an der „Vorzugsvariante“ finden Sie in dem Vortrag vom 27.10.21 vor dem Radverkehrs(bei)rat in Bad Segeberg.
  2. Ein 8-seitiges Schreiben an den Planungs- und Bauausschuss von Henstedt-Ulzburg beschreibt hauptsächlich unsere Vorschläge für eine Neuplanung; mit vielen Bildern und Karten.

AKTUELL

neueste Meldungen ganz unten

2022 – Sommer des Radverkehrs

Fahrradtour vom Stübi nach Henstedt-Ulzburg ist geplant, der Termin steht noch nicht fest.

HU, 9. 4. 22: Am Rande eines Wahlkampfauftritts in HU sagte Ministerpräsident Daniel Günther heute, dass unsere Kritik an der RSW-Planung im Wirtschaftsministerium angekommen ist. Ole C. Plambeck (MdL) versicherte, das Land würde jetzt die Planung des RSW an sich ziehen.

gesehen an der JET-Tanke in HU

Anjes Tjarks, Hamburger Senator für Verkehr und Mobilitätswende, kommt am Do. 21.4. um 18 Uhr nach Kisdorf in den Margaretenhoff. Aufgrund der Kapazitäten vor Ort ist die Veranstaltung auf 35 TeilnehmerInnen begrenzt. Es wird daher um Anmeldung unter gruenschnack@gruene-hu.de gebeten. Außerdem bitten die GRÜNEN darum, vor Ort ein negatives Corona-Testergebnis unabhängig vom Impf- oder Genesenen-Status vorzuzeigen.

HU, 3. 5. 22: Hamburg hat ein Büro damit beauftragt die Planung des RSW zu überprüfen!

Die nächste Sitzung des Radverkehrsbeirats SE findet am Mi 18. 5. um 18 Uhr statt, u.a. mit: Bericht zum aktuellen Planungsstand des Radschnellweges HH – Bad Bramstedt auf Hamburger Gebiet (Dr. Philip Engler, Bezirksamt Hamburg-Nord) + Reinigungs- und Winterdienst auf Alltagsverbindungen im Kreis Segeberg (DrS/2022/047) + Sachstandsbericht zum Radwegebau im Kreis – geplante Änderung der Radverkehrsbeirats-Satzung + Berichte von der „Kidical Mass“ in Bad Segeberg am 15. Mai 2022 + vom Gespräch mit der Kreisverkehrsaufsicht am 16. Mai 2022 + Radtourismuskonzeptentwicklung + Planung der Exkursion nach Kiel + Fahrradsternfahrt am 19. Juni 2022 + Stadtradeln 2022. Die Sitzung wird live im Internet übertragen.

https://www.segeberg.de/Lebenslagen/Politik-Wahlen/Livestream-der-Sitzungen-und-Ausschüsse/

Öffentliche Bürgeranhörung: Hempberg soll Fahrradstraße werden: Welche Gestaltungsvorschläge favorisieren die Anwohner? Dienstag, 17. Mai, 18.30 Uhr, Aula der Willy-Brandt-Schule im Lütjenmoor 7 in Norderstedt. – ca. 200 Anwesende, die Mehrheit für Poller auf Höhe Ohechaussee. Gegen eine Fahrradstrasse votierte lediglich eine Person. Doch anfänglich schlugen die Wellen hoch: https://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article235388445/Lautstarker-Anwohnerprotest-gegen-eine-Fahrradstrasse.html

Stimmungsbild zur Fahrradstraße Hempberg in Norderstedt

Radtour am 11.06.2022, 11 Uhr ab Rathaus Kaki: RSW Bad Bramstedt – Hamburg, Abschnitt Kaltenkirchen: „Vorzugsstrecke, Alternative, Übergabepunkte“. Länge ca. 12 km, Dauer: ca. 1,5 – 2 Stunden, Führung durch T. Rickert.

Am 11.6. findet auch das Gemeindefest von Henstedt-Ulzburg ab 14 Uhr im Bürgerpark (Olivastr.) statt. Der adfc-HU wird mit einem Infostand vertreten sein, u.a. mit Infos zum geplanten RSW HH-BB.

Oliver goes Denmark

Der 11-jährige Oliver will binnen einer Woche von Eppendorf bis an die dänische Grenze radeln, um Spenden für ukrainische Kinder zu sammeln. Am Sa., den 21.5. ging’s los, einen Tag später hatte er schon fast 3.000 Euro zusammen. Mehr Info: www.betterplace.org/de/fundraising-events/41819-oscar-goes-denmark

Skulptur eines mittelalterlichen Mönchs am Mönchsweg in 21836 Bebensee

< Sponsoren gesucht

Bebensee, 1.6.2022 Auf fast 1.000 km Länge schlängelt sich der Mönchsweg von Bremen über Puttgarden nach Roskilde. (Mehr Info zum Mönchsweg auf www.sh-tourismus.de/aktivitaeten/radfahren/radfernwege/moenchsweg.) Dabei quert er „unseren“ Radschnellweg in Bad Bramstedt.

Gut 30 km westlich von Bad Bramstedt führt der – inzwischen zum barrierefreien Radweg ausgebaute – Mönchsweg durch die Gemeinde Bebensee, wo diese Plastik am Wegesrand neben einer Sitzbank aufgestellt werden soll. Zwar zahlt die Gemeinde die Sitzbank, doch für die Plastik werden noch Spenden entgegen genommen, sagt der in Sachen Radverkehr außerordentlich rührige Bürgermeister der 655 Einwohner zählenden Gemeinde, Hans-Joachim Berg. Finanzielle Hilfe kann auf folgendes Konto überwiesen werden: Postbank, IBAN: DE30 2001 0020 0482 1372 08, Kontoinhaber: H-J Berg. Wäre es nicht eine reizvolle Vorstellung dort einmal eine Pause zu machen, mit Blick auf die eigene Spende?

( /// Das mit den Spalten und Abständen müssen wir wohl noch mal üben. /// )

RADVERKEHRSINFRASTRUKTUR
Freitag, 10. Juni 2022, 14:00 Uhr

Welche Radverkehrsinfrastruktur brauchen wir? Geschützte Radfahrstreifen, Pop-Up Bikelanes und Radschnellwege sind in der Fachdiskussion derzeit sehr präsent. Befinden wir uns in einer Zeitenwende zu einer besseren Radinfrastruktur? Im Rahmen der HAW Ringvorlesung diskutieren:

  • Markus Franke (Bereichsleiter ARGUS Stadt und Verkehr, Hamburg) 
  • Prof. Dr. Carmen Hagemeister (Professur für Diagnostik und Intervention, TU Dresden), 
  • Moderation: Carsten Gertz (TU Hamburg, DVWG)

Freitag, 10. Juni 2022, 14:00 Uhr (hybrid). 
HAW, Berliner Tor 21, 2. Etage, Raum 223 

Anmeldung erforderlich: https://archive.newsletter2go.com/?n2g=9z87muef-4zocvk6r-gyn

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Zur Fahrradsternfahrt am 19.6.2022:

Ausdrucken, in der Mitte durchschneiden und weitergeben:

Wer sich die Route im Detail anschauen will > https://umap.openstreetmap.de/de/map/anonymous-edit/26746:_SkO2Cehqs2LoC9obp2tjX-ZMfs

Kaltenkirchen – Am Mo., den 20.6. beschäftigt sich der Planungs- und Umweltausschuss von Kaltenkirchen u.a. mit unserem Vorschlag einer anderen Linienführung. Dazu der Antrag der Fraktion Pro-Kaki: https://kaltenkirchen.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZfRQd55vH9E0-sb61xcmUmM-7jZXnapHa2OdgHwWYjTN/Antrag_Pro_Kaki_Radschnellweg.pdf und die Stellungnahme der Verwaltung: https://kaltenkirchen.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZW488EsGFpcU4-MAb2lvzlWi5cIs_QVM0Pe7a8d6oxl7/Stellungnahme_der_Verwaltung.pdf .

Der Antrag der Fraktion Pro-Kaki, unseren Vorschlag eines RSW-Nord für den Abschnitt Kaltenkirchen ergebnisoffen zu prüfen wurde einstimmig(!) angenommen! (siehe TOP 16 in https://kaltenkirchen.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZS4ga7tA7Tgc8ijPMiTtbHMHRNwXe1kvVdFNg5rRozLD/Oeffentliches_Beschlussprotokoll_Bau-_und_Umweltausschuss_20.06.2022.pdf)

Ferner sprach man sich dafür aus, „dass das Land Schleswig-Holstein die koordinierende Instanz für die Planung und den Bau des Radschnellwegs Bad Bramstedt – Hamburg wird“. Damit deutet sich nach Henstedt-Ulzburg nun auch in Kaki eine Ablehnung der bisherigen Planung an.

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Zu früh gefreut?

Wir hatten am 9.4. gemeldet (s.o.), die Landesregierung beabsichtige die Planung des RSW an sich zu ziehen. Mit der Meldung hatten wir möglicherweise schlafende Hunde geweckt, denn der schwarz-grüne Koalitionsvertrag liest sich beim Thema Radschnellwege so, als habe der Hamburger Verkehrssenator zum Telefon gegriffen und seine grünen Parteifreunde in Kiel um einen „klitze-kleinen Gefallen“ gebeten:

„Radschnellwege werden so schnell wie möglich – aufbauend auf den bereits abgeschlossenen Machbarkeitsstudien – in die Umsetzung gebracht. Falls notwendig, werden wir dafür personelle Ressourcen bereitstellen. Um insbesondere in der Metropolregion Hamburg die Umsetzung zu beschleunigen und um einen länderübergreifenden Ausbau zu sichern, unterstützen wir das Konzept der Trassenbündnisse. Radschnellwegeprojekte werden je nach baulichen oder planerischen Rahmenbedingungen auch mit Teilabschnitten unterhalb des Radschnellwegestandards realisiert. Wir setzen uns auf Bundesebene für die Erweiterung der Förderkulisse des Bundes für Radschnellwege ein, um auch Abschnitte förderfähig zu machen, wenn sie den Standard von qualitätsvollen Velorouten beziehungsweise Fahrradstraßen erreichen. Falls nötig, werden wir eine rechtliche Aufwertung der Radschnellwege vornehmen.“ (https://sh-gruene.de/wp-content/uploads/2022/06/Koalitionsvertrag-2022-2027_.pdf)

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Soll das jetzt so weitergehen? (Screenshot von der Seite des Ministeriums v. 7. 3. 2022)

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Einladende Radverkehrsnetze – Begleitbroschüre zum Sonderprogramm „Stadt und Land“, Herausgeber: Bundesministerium für Digitales und Verkehr: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/StV/einladende-radverkehrsnetze.pdf?__blob=publicationFile

siehe auch: https://www.schleswig-holstein.de/DE/fachinhalte/R/radverkehr/foerderprogramm_Stadt_Land.html

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Radverkehrsbeirat Kreis Segeberg kritisiert Radschnellwegplanung!

Eine sechsköpfige Arbeitsgruppe des Radverkehrsbeirats hat sich im Sommer 2022 mit der Radschnellwegplanung beschäftigt und am 24. August 2022 einen 3,5-seitigen Abschlussbericht vorgelegt, der von den Mitgliedern des Beirats einstimmig angenommen wurde. Dieser Abschlussbericht wurde jetzt (Mitte Oktober) mit gehöriger Verspätung veröffentlicht: https://kreis-se.info/bi/___tmp/tmp/45081036192874425/192874425/00135655/55-Anlagen/03/Anlage2_AGRSW_Abschlussbericht.pdf . << … und jetzt (15.11.22) funktioniert der Link auch schon nicht mehr! („Die gesuchte Ressource wurde möglicherweise entfernt oder umbenannt, oder sie steht vorübergehend nicht zur Verfügung.“ Grrrr!

ADFC-SH: Kritik an RSW-Planung unerwünscht

Neumünster, 23.10.22: Auf der Landesversammlung des adfc-sh sprach sich der Vorstand gegen einen Antrag des adfc-HU aus, der die Prüfung des Alternativ-Vorschlags RSW-Nord zum Thema hatte. Kritische Worte über den Hamburger Teilabschnitt, so der Vorstand, könnten vom adfc-HH als Kompetenzüberschreitung aufgefasst werden. Der Antrag wurde nicht abgestimmt. Die Präsentation mit der der Antrag begründet wurde HIER: rsw-nord.de/adfc-123

BfB macht interessanten Vorschlag

HU, 23.11.22 – Die BfB-Fraktion (BfB = Bürger für Bürger) wartet mit einem neuen Vorschlag zur Linienführung des RSW im Bereich HU auf (siehe: www.casa-punta-grossa.de/Antrag RSW III_300.pdf ), der sich in zwei Punkten vom Vorschlag des adfc-HU unterscheidet: 1. der Weg verläuft zwischen Meeschensee und Ulzburg-Süd nicht östlich sondern westlich der AKN-Gleise und 2. quert er das Pinnautal auf der Usedomer Straße. Dabei folgt der RSW ab Ulzburg-Süd zunächst der ehem. AKN-Trasse, anschließend wird die Kadener Chaussee neben dem AKN-Gleis gequert.

Die Querung der Kadener Chaussee soll NICHT – wie ursprünglich angenommen – direkt neben dem AKN-Gleis unter der vorhandenen Brücke (siehe Foto) erfolgen, sondern mit einem neu zu errichtenden Tunnel, vermutlich ca. 50 m weiter westlich. (29.11.22)

Unterführung Kadener Chaussee, Blickrichtung Norden. Das Schild (27/9) ist 2,85 m hoch, der Abstand des Pfahls zum linken Grabenrand beträgt 2,50 m, zur Schiene 1,85 m. Das sollte reichen!

Auf einem Arbeitsfrühstück der örtlichen RSW-Aktivisten wurde der BfB-Vorschlag so verstanden, dass die vorhandene Brücke genutzt werden soll. Pluspunkte wären die bessere Anbindung an das Ortszentrum, die kreuzungsfreie Querung der Kadener Ch und die schnellere Realisierungsmöglichkeit wenn man die bestehende Brücke nutzen würde. Das sieht der BfB-Vorschlag aber – wie sich jetzt herausgestellt hat – gar nicht vor.

Da die AKN-Trasse in diesem Abschnitt demnächst mit einer Oberleitung versehen wird, ist es gut zu wissen, dass der Abstand zwischen Kleiberweg und Gleis gute 60 m beträgt, was ausreichen sollte, um die tiefer liegenden Gleise mit ca. 4% Steigung zu queren.
So wie die schwarze Linie eingezeichnet ist hatten wir den Vorschlag von BfB verstanden und angefragt ob das so korrekt wiedergegeben ist und dazu den rot eingezeichneten Vorschlag gemacht. Von Nadel zu Nadel: rot: 260 m, schwarz: 560 m. Ein Vergleich mit geändertem Bezugspunkt ergibt: 470 m zu 700 m.
Der BfB-Vorschlag

/// Vorsicht Baustelle! /// Mehr Karten gibt es demnächst HIER.