Henstedt-Ulzburg


Planungs-Cafe im Corona-Sommer 2021

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Wenn man östlich der Gleise in Ulzburg-Süd auf der Amselstraße ankommt, könnte man den dort vorhandenen ebenerdigen Bahnübergang nutzen, den man allerdings über ein weiteres Gleis verlängern müsste, um von dort aus ca. 200 m über freies Feld eine der beiden möglichen Linien zu erreichen, auf denen man das Pinnautal sinnvollerweise queren könnte.

Falls die AKN nicht mitspielt, braucht es einen Plan B und das könnte eine Querung am jetzigen Übergang (Galgenweg) sein, gefolgt von 200 m Mischverkehr auf dem Beckershof im Verbindung mit dem bestehenden 30er Bereich. Die Bedingungen für Mischverkehr sind zwar nicht ideal, aber doch ungleich günstiger als auf der 10-fach längeren Wilstedter Straße. Weil der Bhf. in den kommenden Jahren ohnehin überplant wird, kann man sich hier mit einer temporären Lösung zufrieden geben.

Aus der Überlegung heraus, dass der Weg über unbebautes Land idR die geringsten Baukosten verursacht, während jeder unnötige Meter Strecke mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, kam die Idee auf, sowohl Beckershof als auch das Pinnautal in gerader Linie zu queren, wobei eine alte Wegeverbindung aufgegriffen wird. (Bodendenkmal? Alvesloher Gebiet! Grenzstreitigkeiten? – Wer weiß mehr?). Für diese Variante spricht, dass sie spektakulär wäre und dass die Kosten des Grunderwerbs vergleichsweise gering sind, selbst wenn man faire Preise bezahlt.

An der Kadener Chaussee empfiehlt sich eine intelligente Ampel, weil die Straße auf einem Damm verläuft, quer zur Hanglage. Dadurch würde die nördliche Vorbrücke sehr lang werden. Ein Tunnel im Außenbereich bietet sich nicht an. Wenn die Gegend eines fernen Tages urban wird, wird man noch mal neu darüber nachdenken können/müssen.

Im Bereich Wismarer Str bietet sich die Führung des RSW im dortigen Grüngürtel an, dies in respektvoller Entfernung zur Wohnbebauung. An der Westerwohlder Straße wäre eine deutliche Glättung der Linie möglich und wünschenswert u.a. zwecks Erhöhung der Sicherheit. Die heutige Situation ist nicht kindertauglich. Weil das Gelände ohnehin eine Steigung aufweist, wäre eine Brücke die 1. Wahl. (Wie quert man die AKN-Strecke? höhengleicher Übergang?)

Ab hier würde unser Vorschlag im leichten Zickzack auf bestehenden Straßen bis an den Heideweg führen, um von dort aus jenem Redder zu folgen, der an REWE vorbei führt und derzeit am Autobahnzubringer Kisdorf-Feld endet, der dort die einst bestehende Wegeverbindung unterbricht.

Diese Linie weist in HU auf der gesamten Länge nur drei ernst zu nehmende Straßenquerungen auf: 1. Kadener Ch., 2. Westerwohlder Str und 3. Kisdorf-Feld. Kisdorf-Feld bedarf als BAB-Zubringer einer Brücke, wenngleich die Straße auf einem Damm verläuft. Ein Tunnel, zumal im Außenbereich, ist tendenziell ein Angstraum, Stahl + Beton sind out, also möglichst eine Brücke aus Holz. Nachteil = mehr Steigung und erhöhte Glatteisgefahr. Vorteil = sie macht den Radschnellweg sichtbar. Die REWE-Brücke, eine Landmarke.

Jenseits des Autobahnzubringers Kisdorf Feld beginnt Kaltenkirchen.

„Das ist es alles, was ich Ihnen mein Herr von dem Dorfe Ulzenburg habe sagen können. Die Gegend ist in meinen Augen ungemein schön.“

J. Friedrich Cramerer (1762)